Essen und Trinken - Ernährung
Die Kinder erhalten Frühstück, Mittagessen und Imbiss. Alle Mahlzeiten werden nach hauseigenen Menüplänen bereitgestellt, welche sich am jeweiligen Mittagessen orientieren. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist uns dabei wichtig. Getränke wie ungesüßter Tee und Wasser stehen den Kindern zu jederzeit zur Verfügung, auf die Einhaltung von Trinkpausen wird geachtet.
Je jünger die Kleinen sind, desto weniger Erfahrung haben sie aber umso sensibler sind sie in ihren Wahrnehmungen. Mit vorbildhafter Achtsamkeit bei allem, was mit Lebensmitteln, ob frisch oder haltbar zu tun hat, mit gemeinsamem Probieren bei Geschmack, Geruch und den Körpergefühlen dabei, ist daher eine große Verantwortung der Erwachsenen. Das „Leben lernen“ geht mit kindlichen Anstrengungen einher, die sensibel beobachtet und begleitet werden und auf dem Weg zu einem aufgeschlossenen und entspannten Umgang mit Lebensmitteln und dem täglichen Essen und Trinken ist für die Generation „Future“ essenziell.
Eine meiner Leidenschaften ist das Kochen mit frischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Eine kindgerechte, abwechslungsreiche Ernährung steht bei mir im Vordergrund. Das Mittagessen wird stets aus frischen Zutaten zubereitet. Hierzu verwende ich vorwiegend Obst und Gemüse aus regio-bio-logischem Anbau.
Eine Gemüsekiste mit frischem regionalem Gemüse und Obst wird uns geliefert. Kräuter und etwas Obst baue ich auch selbst an. Frisch mache ich es ein oder bereite saisonale Speisen zu.
Der regelmäßige gemeinsame Einkauf, nach Möglichkeit auf dem Markt, gibt den Kindern schon früh einen Bezug zu den verwendeten Lebensmitteln der verschiedenen Speisen.
In Klein Bullerbü erfahren und erforschen Kinder mit mir Lebensmittel, ihren Anbau, ihre Eigenschaften, ihre Verarbeitung und Zubereitung sowie deren Verwendung bei den täglichen Mahlzeiten. In Alltagssituationen kann soziales Lernen stattfinden. Die Kinder erwerben motorische, soziale und kognitive Fertigkeiten und erfahren Selbstwirksamkeit.
Die individuellen und kulturellen Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien sind keine große Herausforderung aber ein großes Potenzial welches ich nutzen möchte, denn es ist selbstverständlich, dass ich mich an gesundheitlichen Vorgaben (Allergien, Unverträglichkeiten) oder kulturellen Besonderheiten (vegetarisch, kein Schweinefleisch) ihres Kindes orientiere. Damit schafft die Tagespflege den Ausgangspunkt dafür, dass Kinder auch im Bereich Ernährung, auch kulturell, so früh wie möglich kompetent sind.
Bei kleinen Aufgaben, wie der Ernte, dem Gemüseputzen oder dem Tisch decken und abräumen beziehe ich die Jüngsten schon mit ein.
Der Umgang mit Lebensmitteln und das Funktionieren von Gemeinschaft bringt im Allgemeinen auch Spaß und stärkt das Miteinander.